03. bis 08. Oktober 2009

Ostfriesische Insel LANGEOOG

 

Eine knappe Woche Nordic-Walking auf einer tollen Insel in Ostfriesland - genau das stand diesen Herbst auf dem Programm.

Eingebettet zwischen Watt und Meer ist die fast 20 qkm große Insel seit jeher den Naturgewalten ausgesetzt.

Die Nordsee schuf den 14 km langen natürlichen Sandstrand, kräftige Winde formten die einmalige Dünenlandschaft.

Als eine der schönsten der Ostfriesischen Inseln hat die Nordseeinsel Langeoog einfach alles zu bieten, was Urlaubswünsche wahr werden lässt. Das autofreie Eiland mit seinem Nordseeklima bietet ideale Voraussetzungen für einen erlebnisreichen Urlaub.

Und genau DEN hatten wir.

...Wunderschöne Sandstrände und Natur pur haben wir erlebt...

        ...Sturmtief "Sören" hat uns voll erwischt...

                ...das Kapitänspatent haben wir jetzt (fast) in der Tasche...

                        ...und mit Ofenkartoffeln kennen wir uns bestens aus...

LASST EUCH ÜBERRASCHEN!!!!!!

Sabine, Ada, Juliane, Heike und Martina heißen die diesmaligen Teilnehmerinnen,

UND DAS IST EINE GANZ KLASSE TRUPPE!!!!

Dieses Foto entstand kurz vor dem Abflug in Basel. Da EASYJET am Samstag nicht mit uns fliegen wollte, sind wir kurzerhand am Freitag abend schon nach Hamburg geflogen und haben dort übernachtet, bevor es dann am Samstag in aller Ruhe auf die traumhafte Insel ging.

Samstag, 03. Oktober 09

Nach viermaligem Umsteigen war es endlich so weit: BENSERSIEL lag vor uns. Jetzt trennte uns nur noch eine knapp einstündige Schiffsfahrt von unserem Ziel: LANGEOOG.

Kalt war es, und vor allem sehr sehr windig. Und das Schiff war ziemlich voll mit erholungssuchenden Urlaubern, da in diversen Bundesländern an diesem Samstag die Herbstferien begonnen hatten. Aber ganz ehrlich - ich habe jeden Meter genossen.

Weiter ging es mit der eindrucksvollen und sehr farbenfrohen INSELBAHN.

Vom Bahnhof waren es nur noch knapp 10 Minuten zu laufen, dann waren wir am Ziel:

      HAUS ANNE-GRET auf Langeoog

In diesem Häuschen haben wir uns so richtig wohl gefühlt.

Und im Sommer (ohne SÖREN...) ist der große Garten hinter dem Haus sicher ein echtes Paradies.

Das Haus hat 5 Schlafzimmer, 1 Wohnzimmer, 2 Bäder, 1 Küche und eine Waschküche und die Ausstattung lässt wirklich keine Wünsche offen.

Wer einen Familienurlaub plant, unter www.langeoog.de findet ihr ein Unterkunftsverzeichnis, da ist Haus Anne-Gret zu finden.

Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, sind wir natürlich sofort aufgebrochen zu unserer ersten Tour an den Strand.

STURMTIEF SÖREN hatte die Insel fest im Griff und das Laufen war nicht wirklich einfach, aber wir haben uns davon nicht abhalten lassen und sind 13 Kilometer gelaufen.

STRAMME Leistung, Mädels, Kompliment!!!!

Einen Tag zuvor in Grenzach war ich noch in kurzen Hosen und T-Shirt unterwegs...

Der Wind kam von Westen und es war echt schwer, die Stöcke gerade zu halten...

Den Strandkörben konnte der Wind nichts anhaben...

...aber bei diesem "Sauwetter" drehten sie uns den Rücken zu :-)

Die Flecken auf dem Foto sind Sand und Regen, es war schon recht ungemütlich aber irgendwie auch beeindruckend. Daheim hatten wir so ein Wetter wirklich noch nie.

Hier sind wir "mit dem Wind" gelaufen, zurück gings dann durchs Inselinnere, da war der Wind etwas zahmer.

Am nächsten Vormittag waren diese Holzstege total mit Sand zugeweht und zwei Männer mussten sie mühsamst Schaufel für Schaufel ausgraben.

Aber trotz aller Wetterwidrigkeiten hatte jemand Zeit, dieses Herz am Strand zu hinterlassen. Zeugt es von der großen Liebe zur Insel? Oder gilt es einem geliebten Menschen? Die junge Dame die es gemacht hat, war jedenfalls alleine am Strand.

Nass und kräftig durchgepustet haben wir uns ein kleines Päuschen im Strandkorb gegönnt. Da saßen wir in den folgenden Tagen noch öfter, dann allerdings ohne Regen und Sturm.

Fast ein wenig unheimlich...

...und ziemlich menschenleer.

Ausser uns war fast niemand unterwegs.

Da hat sich jemand die Mühe gemacht, aus dem Strandgut ein Kunstwerk zu schaffen.

Sonntag, 04. Oktober 09

Und, wie eigentlich fast immer auf unseren Touren, am zweiten Tag haben wir die Sonne gesehen.

 

Am Langeooger Wahrzeichen kann man nicht vorbeigucken. Dick und bräsig steht der 13 m hohe Wasserturm auf der (16 m hohen) Westkaap-Düne am seeseitigen Ende der Hauptstraße und dominiert in weitem Umkreis das gesamte Geschehen. Viele tausend Male hat man ihn bestimmt schon fotografiert, und er lädt, pittoresk wie er ist, zu immer neuen Aufnahmen ein. Kamerabewehrte Inselbesucher führen mitunter einen wahren Reigen um ihn auf.

Das Original wurde 1909 fertiggestellt und galt damals als „Symbol des Fortschritts“. Lange diente der Turm als Seezeichen und, seinem Namen Ehre machend, als Wasserreservoir (obwohl nur schlappe 100 Kubikmeter fassend).

Aber unser heutiges Ziel war nicht der Wasserturm, sondern eine wunderschöne Nordic-Walking-Tour auf der Insel (...die mich fast 5 Paar Nordic-Walking-Stöcke gekostet hätte...)

Immer noch tobte die See.

Aber heute wollten wir ernsthaft gegen "SÖREN" anlaufen.

Wenn ihr genau hin schaut, seht ihr, wie der Sand sich über Nacht verselbständigt hat.

Im Strandkorb war es fast windstill und gemütlich, aber wehe, man hat den Kopf rausgestreckt...

GPS-genaue 16,1 Kilometer (Michel sei dank :-))) sind wir gelaufen, allerdings nicht genau so, wie wir es geplant hatten. Sturm Sören war immer noch zu gange, und wenn ein Sturm aus dem hohen Norden sich mit der Flut vereint, dann heißt das auf LANGEOOG "Land unter".

Der ganze breite Strand war weg.

Bis hoch zu den Dünen kam das Wasser...

...und es gab nasse Füße :-)

Nach etwa einem Kilometer in westlicher Richtung am Strand lang waren wir gezwungen, umzukehren, sonst hätten uns die Wellen überrollt.

DA WAR EINFACH KEIN STRAND MEHR. Unglaublich.

Weiter östlich ist der Strand breiter, hier konnten wir ein Stück weit gehen. Aber schon nach wenigen 100 Metern mussten wir auch hier kapitulieren, da kein Weiterkommen mehr möglich war.

Nach diesen tollen Eindrücken haben wir dann erst mal beschlossen, Tee trinken zu gehen. Das Allheilmittel der Ostfriesen.

...oder einen heißen Sanddornbeerensaft. Fand ich ziemlich lecker.

Einen letzten Blick auf die wilde See...

Nach der Teepause sind wir dann durchs Inselinnere gelaufen bis zum Hafen und wollten von dort aus nochmals an den Strand. Inzwischen hatte sich die Flut zurückgezogen und der Strand war wieder da.

Auf dem Weg dort hin sind wir an diesem sehr sehr ungewöhnlichen Schild vorbei gekommen. So eine heftige Steigung auf einer Insel mitten in der Nordsee???

Nein, kein Berg war da vor uns.

Nur eine harmlose kleine Brücke :-))))

Heike

Juliane

Sabine

Ada

Martina

Fast wie eine unberührte Schneelandschaft.

...und wirklich: Das Wasser hatte sich so weit zurückgezogen, dass wir am Strand entlang laufen konnten.

Strandgut

...so macht Nordic-Walking Spaß: Wasser weg, Wind gemäßigter, Sonne scheint, Strand da...

...Die Wellen waren immer noch hoch, aber da die Differenz zwischen EBBE und FLUT auf den ostfriesischen Inseln sehr groß ist, konnten wir trockenen Fußes unsere Tour fortsetzen.

Montag, 05. Oktober 09

NATUR PUR...

Das Wetter war heute suuuuper toll, kein Wind, kein Regen, phantastische Stimmung am Strand und eine mega-tolle und landschaftlich einmalige Tour zeichnen diesen Tag aus.

GPS-genaue 28 Kilometer sind wir gelaufen (siehst du Michel, Batterien einlegen und Kilometer ablesen kann ich schon... :-)   :-)   :-)

Wir sind im Ort LANGEOOG gestartet und walkten am Strand entlang, bis es nicht mehr weiter ging. Die Landschaft wurde immer eindrucksvoller, der Strand immer menschenleerer, das Wetter immer besser und die Natur immer ergreifender.

Die Mädels wollten wissen, wie sich "ganz viele Kilometer anfühlen" und darum sind wir in zügigem Tempo bis zum östlichsten Punkt der Insel gelaufen.

Der Strand sah heute aus wie frisch gewaschen.

Je östlicher, desto mehr Vögel sind uns begegnet.

Hierher hatte sich an diesem Tag noch kein Fuß verirrt...

...und weil es wirklich super warm war, haben wir uns spontan von den Schuhen getrennt und sind barfuß gelaufen.

Ein tolles Gefühl...

Ada

Juliane

Sabine

Heike

Martina

Strandidylle pur...

Picknick

Dieses Foto entstand am östlichsten Punkt der Insel...

...da wo sich sonst nur die Seehunde und die Möwen tummeln...

Weiter gings zur SEEHUND-BEOBACHTUNGSPLATTFORM und dann auf dem Rad- und Wanderweg durchs Inselinnere bis zur MEIEREI, einem Ausflugscafe im Ostteil der Insel.

...und da der SANDDORN auf der Insel wirklich überall gegenwärtig ist, haben wir dieses Getränk natürlich auch probiert.

...ein PROST auf alle, die dieses Mal leider nicht mitkonnten.

Der weitere Weg führte uns zum angeblich höchsten Punkt in ganz Ostfriesland: MELKHÖRNDÜNE (23 m hoch...)

Leider ist das Wetter wieder etwas eingetrübt, sonst hätten wir bei klarer Sicht bis nach Helgoland gesehen (laut Inselführer...)

...und wie immer an dieser Stelle: unsere (fast) tägliche

GANZKÖRPER-KLIMA-DINGSBUMS-THERAPIE

 So wie jedes Jahr, waren wir natürlich auch dieses Mal im Meer baden.

Es war wirklich a...kalt, aber irgendwie total wohltuend, man glaubt es kaum.

Probiert es einfach mal aus. Es ist total erstaunlich, wie warm man hat, wenn man aus den Fluten steigt, sich abtrocknet und dann anzieht. Der Kreislauf arbeitet auf Hochtouren und der Frühstückshunger ist gewaltig.

Die nun folgendes Fotos sind an verschiedenen Tagen entstanden, fast immer zur Sonnenaufgangszeit, so es nicht bewölkt war.

So ein Sonnenaufgang am Strand ist schon etwas ganz besonderes...

...und achtet mal auf die STRANDBREITE. Beeindruckend, oder?

Laut mehreren berühmten Badeärzten "wäscht das Meerwasser alles Übel vom Menschen ab". Man muß sich nur trauen :-)

Auf Langeoog ist die Klimatherapie nicht so sehr ZUHAUSE wie auf Sylt, aber vielleicht haben wir sie ja jetzt dort eingeführt.

Dieses Foto entstand "aus dem Wasser". Seht mal, wie weit wir da drin waren :-)

Die "richtig guten Fotos" kann ich hier natürlich nicht zeigen, aber ihr könnt mir glauben, es war wirklich eine GANZKÖRPER-Therapie :-)

Dieses schöne Foto entstand am Abreisetag. Da mußten wir früh aus den Federn und wollten auf unser gewohntes Bad am Morgen nicht verzichten. 6.45 Uhr, allertiefste Finsternis, und wir waren baden... (nein, wir sind nicht verrückt...)

Dienstag, 06. Oktober 2009

Eigentlich waren alle Schifffahrten gestrichen wärend unseres Aufenthaltes, aber damit wollten wir uns nicht zufrieden geben. SPIEKEROOG war unser auserkorenes Ziel.

Im September waren noch 4 Inseltouren für unseren Zeitraum im Programm und einen Tag vor unserer Anreise plötzlich gar keine mehr. Seltsam. Und die verschiedenen Auskünfte darüber waren auch interessant: Von "Schiff kaputt" bis "zu stürmisch" war alles dabei.

Und dann ist uns UNSER KAPITÄN begegnet :-)

Ein Mann - ein Boot - Spiekeroog, wir koooooomen!!!!!

Mit diesem Kahn hat er uns zu unserer Wunschinsel gefahren.

Und hier seht ihr ihn: Unser HELD, unser RETTER in der NOT... :-)

Arvid, an dieser Stelle nochmals ein ganz ganz dickes Dankeschön an dich für deinen spontanen Einsatz und für die wirklich total spaßige und tolle Seefahrt!!!!

Juliane, Heike und Ada

Sabine und Martina

Ganz hinten könnt ihr das östlichste Ende der Insel LANGEOOG erkennen.

Habt ihr gewusst, dass das Meer hier stellenweise nur 60 cm tief ist???

...und wie das hier zustande gekommen ist, ist mir immer noch ein Rätsel...

PLÖTZLICH SAß ICH AM STEUER... :-) :-)   :-)

...und dann waren wir da: Nach einer knappen Stunde Seefahrt haben wir meine Lieblingsinsel betreten:

SPIEKEROOG.

Leider war unser Aufenthalt zeitlich begrenzt, so dass wir nicht wirklich viel gesehen haben, aber ich denke, der Inselzauber hat doch alle berührt. Die Tour war etwa 12 Kilometer lang (GPS-Batterien waren leer...) und führte uns ums komplette Westende der Insel und durch den tollen Ort wieder zurück zum Hafen.

Die heimeligen Häuser, die einladenden Geschäfte, die herzlichen Teestuben, die tollen Gassen...einmalig.

Die LINDE

Na ja, und immer nur Tee trinken (oder Sanddornbeerensaft...), das geht ja auch nicht.

Ada

Juliane und Arvid

Und wieder vorbei an den Seehundbänken zurück nach LANGEOOG.

Genau so super wie die Stimmung auf diesem Foto war unsere ganze Tour :-)

Mittwoch, 07. Oktober 2009

Ja, BALTRUM wäre bestimmt auch toll gewesen, aber da es an diesem Vormittag geregnet hat, blieben wir auf unserer Insel.

 Ein ABSCHIEDSWALK, nur am Strand entlang, die Gedanken frei lassen, die Landschaft genießen, Abschied nehmen von Wellen, Wind, Sand, Möwen und Wasser...

...schön wars...

...eindrücklich...

...natürlicher und ruhiger wie letztes Jahr auf Sylt...

Seesterne habe ich zuvor noch nie an der Küste gesehen...

 

Diese Strandfiguren habe ich mit meinem Nordic-Walking-Stock in den Sand gezeichnet und abfotografiert. Sie symbolisieren jeweils eine der Teilnehmerinnen. Welche wo ist, dürft ihr gerne selber rausfinden :-)

Anmerkung am Rande: Wir sind übrigens ziemlich genau 100 Kilometer mit den Stöcken gelaufen. Tolle Leistung, Mädels!!!!

Donnerstag, 08. Oktober 2009

 Abreisetag. Leider. Ich hätte es wirklich problemlos noch ein paar weitere Wochen ausgehalten auf der traumhaften Insel LANGEOOG.

Die Inselbahn brachte uns zurück zum Schiff...

...und das Schiff brachte uns zurück aufs Festland.

Hier seht ihr schon die Hafeneinfahrt von Bensersiel.

Da unser Flug erst am Abend ging, hatten wir in Hamburg ein paar Stunden Zeit für eine Hafenrundfahrt und einen kleinen Stadtbummel.

Begleitet wurden wir dabei von Hajo, einem Hamburger Freund von Juliane.

Ein GANZ HERZLICHES DANKESCHÖN für deine Stadtführung!!!

 So, das wars schon fast.

Schade eigentlich. Diese Fotos machen mir so richtig Spaß :-)

Es war eine phantastische Tour und sie wird mir immer als etwas GANZ BESONDERES in Erinnerung bleiben.

      

Heike, Juliane, Ada und Sabine,

ein mega dickes Dankeschön an euch für euer DABEISEIN,

es war wirklich super toll mit euch!!!!!!!

Fazit:

OSTFRIESLAND hat mich überzeugt durch landschaftliche Schönheit, durch Ruhe, durch Ursprünglichkeit und durch Gemütlichkeit. Ich komme bestimmt wieder...

Aber erst...

 

 

 ...AMRUM 2010...

          ...WIR KOOOOOOOMEN......:-)

 

Vielleicht habt ihr ja Lust, ins Gästebuch zu schreiben, wie euch mein kleiner Reisebericht gefällt??? Ich würde mich sehr über euer FEEDBACK freuen.

                                        Ganz herzliche Grüße,

                       Martina