kaum zu glauben aber wahr,

                       die Martina ist wieder da...

 

                                                                                                                    

 

 

    PREROW 2011           

 

25. bis 28. März 2011

 

 

Könnt ihr hinter mir das Meer rauschen hören?

Und fühlt ihr den frischen Wind im Gesicht?

Eine Kurzreise wie aus dem Bilderbuch, jedenfalls was die Gruppenzusammensetzung, die Unterkunft und die Landschaft betrifft.

Lasst euch entführen in eine wunderschöne, naturbelassene Halbinsel ganz hoch oben im Norden der Republick, genauer gesagt nach

Prerow auf dem Darss.

 

Ein mal diagonal durch ganz Deutschland - und wir waren am Ziel.

Ganz komfortabel dieses Mal, da auf die Bundesbahn ja leider nicht umbedingt Verlass ist im Moment.

Wir sind mit EASYJET bis Hamburg geflogen und wurden dort bereits von unserem total zuverlässigen Taxichauffeur erwartet.

Ziemlich genau 3 Stunden später waren wir dann schon direkt vor unserer (Urlaubs-) Haustüre:

Haus Kastanie in Prerow.

Dieses Foto zeigt die Rückseite des tollen Hauses, in welchem wir uns 4 Tage lang so richtig rundum wohl gefühlt haben.

Darf ich uns ganz kurz vorstellen, bevor ich euch in eine der schönsten Landschaften an der Ostsee entführe?

Ada und Diana

Erika und Juliane

Barbara und Ulrike

Claudia und Martina

 

 

Gleich am Freitag haben wir eine kleine "Schnuppertour" unternommen um einen ersten Eindruck zu erhalten.

An diesem Tag war das Wetter eher noch bescheiden, stark bewölkt, heftig windig und einfach nur mächtig kalt.

Mit dem Wissen, dass es daheim sonnig und fast 20 Grad warm war, hat das schon ein wenig geschmerzt.

Aber der Wetterbericht versprach Besserung und das hat dann ja auch gestimmt.

Und mal ganz ehrlich: So ein wenig SAUWETTER gehört zu einer Nord- bzw. Ostseetour doch einfach dazu...:-)

Hier seht ihr uns kurz vor dem Strand und für einige meiner Mädels war es der erste Blick auf die tolle Ostsee überhaupt.

Aber findet ihr nicht auch, dass so ein grauer Himmel rein Foto-mäßig doch auch seinen Reiz hat???

 Hier stehen wir auf der Prerower Seebrücke und strengen uns alle an, damit man auf dem Foto die klappernden Zähne nicht erkennen kann


Am Samstag dann, bei STRAHLENDEM SONNENSCHEIN!!!!!!! haben wir eine richtige Bilderbuchtour gemacht.

Von Prerow aus sind wir alles am Strand entlang bis zum Leuchtturm "Darßer Ort" gelaufen, von dort aus den Weststrand entlang immer in südliche Richtung und nach etwa 7 Kilometern sind wir in den tollen Darsser Urwald eingebogen und haben diesen einmal komplett durchquert.

Eine traumhafte Tour, etwa 20 Kilometer lang, mächtig anstrengend und ich denke mal, nicht nur ich war heftigst platt danach

 

 

Die Prerower Seebrücke

...heute im tollen Sonnenschein kann man nicht mehr erkennen, wie zugig es noch vor wenigen Stunden am anderen Ende war...

Hier seht ihr die Einfahrt vom Prerower Nothafen.

Ab da sind wir vorerst nicht mehr am Strand entlang gelaufen da dieser zum Naturschutzgebiet erklärt wurde.

Das Schutzgebiet zwischen Rostock und Rügen zählt zu den letzten intakten Großlandschaften Europas. Nirgends sonst liegen Steilufer und Flachküste, Landzungen, Strandseen, Bodden, Dünen, Wälder, Moore, Salzwiesen und Schilfgürtel so dicht beieinander.

Weiter gings über diese tolle Brücke mitten hinein in eines der tollsten Naturschutzgebiete überhaupt.

Egal wohin in meine Kamera gehalten habe, die Fotos sind alle einfach nur klasse...

Hier noch mal die Rückseite des Nothafens.

...und weiter ging es über solch tolle Pfade weit hinein in eine andere Welt.

Da es am Vortag und in der Nacht geregnet hatte, waren die Pfade etwas matschig, aber glücklicherweise bestehen die meisten Wege aus tollen Holzplanken...

...die man besser nicht verlassen sollte...

Die Schönheit der Natur ist hier oben wirklich einmalig.

...so richtig was fürs Auge, fürs Herz und für die Seele...

Hier sind wir schon kurz vor dem Ende des Pfades, bevor dieser wieder in den Strand mündet, dieses mal an der Westseite der Halbinsel.

Schon kommt wieder der Sand zum Vorschein...

...und alle 8 Mädels sehen richtig glücklich und rundum zufrieden aus...

...von Anstrengung ist kaum eine Spur zu sehen...

Und da steht er vor uns: Der PREROWER LEUCHTTURM

Nicht ganz so farbenprächtig wie seine zahlreichen Kollegen an der Nordsee, dafür aber mindestens genau so hoch und die Aussicht von oben ist wirklich grandios

Hier seht ihr uns oben auf dem Turm und die Gesichter sagen wirklich alles. Einfach nur toll!

Nach der Turmbesteigung gings dann wieder hinab zum Strand und immer in südlicher Richtung direkt an der Wasserkante entlang bis zu einem geeigneten, windgeschützten Plätzchen für unsere wohlverdiente Mittagspause.

Noch mal ein Blick zurück, und weiter ging es durch den Sand, umgeben von Wasser und Wald, ein totaler Kontrast irgendwie - und wir mittendrin.

...einfach nur herrlich...ich schwärme immer noch von dieser Tour und wollte fast gar nicht heimfahren, so wie immer halt...:-)

Dass es so etwas noch gibt...

Am Darßer Weststrand, wo der vom Wind zerzauste Wald direkt bis an das Wasser reicht, darf das Meer ungehindert Bäume fällen und an der Küste nagen.

Niemandhat der See hier jemals Steine in den Weg gelegt noch Knüppel in die Brandung gerammt. Die aus den Wellenkämmen herausragenden Baumstümpfe hat die Ostsee selbst dorthin geschleppt.

Und obenauf dem Rand der Steilküste harren bereits die nächsten Bäume ihres Schicksals. Längst hat die See ihre Wurzeln freigespült. Vorherschenden Westwinden passten sich die direkt am Wasser stehenden Buchen und Kiefern mit ihrem Wuchs an. Ihre Äste "fliehen" alle in Richtung Osten und lassen die Bäume skurril erscheinen. Selbst das Buschwerk der sogenannten Windflüchter ist durch den ständigen Wind zerzaust. Manchmal spült das Wasser

 

Doch einige hundert Meter weiter, am Darßer Ort, wird es neu geboren. Die Strömung schleppt den Sand parallel zum Ufer nach Norden. An der Spitze der Inselkette gibt das Wasser das mitgeführte Material wieder ab. Dadurch bilden sich Sandbänke und Inseln.

Der Wind hilft dem Meer bei diesem Aufbauwerk, indem er trockenen Sand zu Dünen anhäuft. Hier siedeln sich die ersten salzliebenden Pflanzen an und befestigen mit ihren Wurzeln das Neuland.

Später folgen Dünenheiden mit Zwergsträuchern und schließlich Wacholder und Kiefern. Irgendwann dringen dann Birken, Buchen und Eichen ein und bauen einen mischwald auf.

Die kleinen, vom Meer abgeschnürten Seen füllen sich unterdessen mit Süßwasser und lassen das Röhricht wuchern. Folgend bilden sich Moore und Erlenbrüche.

Das Nebeneindader all dieser Stadien der Landabtragung, der Neulandbildung und der natürlichen Waldentwicklung stellt die Besonderheit der Inselkette in der Vorpommerschen Boddenlandschaft dar.


Ein Naturprozess der in dieser atemberaubenden Dynamik an der gesamten Ostseeküste seinesgleichen sucht.

Die ersten Bäume des Darßer Urwaldes...

..und genau durch diesen Urwald führte uns unser Weg zurück nach Prerow.

38 Pfade durchkreuzen dieses große Waldstück und diese letzten 6 Kilometer zurück zum Haus Kastanie waren so anstrengend, dass wir auf die Kuchenpause in der TEESCHALE (tolles Teehaus in Prerow...) glatt verzichtet haben und auf direktem Wege heim gelaufen sind.

Mitten durch diese "ziemlich feuchten Wälder" ging unser Weg  und ich war irgendwie total erstaunt über den Konstrast, der uns auf dieser Tour ständig begegnet ist.

 

Unser Weg am Sonntag führte uns (endlich...endlich...) nach AHRENSHOOP.

Wie steht doch so schön in einem Reiseführer geschrieben:

"Ahrenshoop hat Atmosphäre. Es hat eine eigene, mit keiner anderen landschaft, keinem anderen Dorf oder Bad vergleichbare Atmosphäre, die die Menschen unmittelbar ihrem Alltagsleben entrückt und sie völlig zu wandeln vermag. Ahrenshoop besitzt einen unwägbaren, unmessbaren, nicht beschreibbaren Scharm"

 

Mit dem Bus sind wir bis nach BORG gefahren und von dort aus am wunderschönen SAALER BODDEN entlang bis nach Ahrenshoop gelaufen. Dieser Weg war etwa 8 Kilometer lang und wunderschön. Ein richtig toller Sonntag-Morgen-Walk...:-)

ein BODDEN ist ein vom offenen Meer durch Landzungen abgetrenntes Küstengewässer und sie gibt es nur an der Ostsee.

Das Wasser ist durch Regenwasser im Laufe der Zeit immer süßer geworden und enthält inzwischen kaum noch Salz.

 

Und irgendwie erinnert die Landschaft ein wenig an die Ostfriesischen Inseln.

Hinten der Bodden (bzw. das Wattenmeer an der Nordsee) und vorne die Ostsee (bzw. die Nordsee)

Eine kurze Verschnauf- und Fotografierpause...

...bevor es weiter ging durch diese Idylle...

Und natürlich durfte auch ein kleines Picknick nicht fehlen...

Mit Blick auf den Bodden

Und kaum 500 Meter weiter waren wir schon am wunderschönen Ahrenshooper Weststrand.

Ein süßes Kätzchen am Wegesrand, absolut zutraulich und verschmust.

An der Nordsee werden die Fahrräder vor dem Cafe abgestellt, an der Ostsee (jedenfalls in Ahrenshoop...) sind es die Pferde, die hier geparkt werden.

Idylle pur...

Laut einer Anzeigentafel in Prerow hatte das Wasser ZWEI GRAD.

Und wer viel läuft, darf natürlich auch ein kleines Mittagschläfchen machen.

 

...und erstaunlicherweise war es am Nachmittag so warm, dass wir die Jacken ausziehen konnten.

Übers Meer blicken, die Gedanken sind frei, die Alltagssorgen rücken in weite Ferne, Seele baumeln lassen, relaxen, erholen, Energie tanken....

Etwa eine Stunde den Strand entlang gelangt man zu den Ahrenshooper Steilküsten. Absolut sehenswert, nur leider ist die Treppe nach oben erst ab April geöffnet.

Wessen zarte Füßlein mögen das wohl sein??? :-)

Der Strand hier ist absolut naturbelassen

Das Meer in sanftes Abendlicht getaucht.

Diese Buhnen sind der ideale Landeplatz für die zahlreichen Möwen, jedenfalls solange keine Badesaison ist...

Eines meiner Lieblingsfotos, die Stimmung hier ist so absolut friedlich und irgendwie beruhigend wohltuend und entspannend...

8 Möwen in der Abendsonne...

Juliane und Barbara

Abendstimmung am Strand

aber leider konnten wir den Sonnenuntergang nicht abwarten, da unser Bus fuhr...

Fazit:     suuuuuuuuuuuuper Landschaft

                   suuuuuuuuuuper Unterkunft

                                suuuuuuuuuuper Touren

              und natürlich am allerwichtigsten:

                       eine suuuuuuuuuuuuuuper Gruppe!!!!!!!

 

NORDIC-WALKING........was sonst!!!!!   :-)